Community Ecology, Makroökologie und Naturschutz

Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, katrin.boehning-gaese@senckenberg.de, 069 7542 1890
Dr. Susanne Fritz, susanne.fritz@senckenberg.de, 069 7542 1803

Informationen zum Modul

Zwei zentrale Fragen der Ökologie sind, wie Arten in einem Ökosystem zusammenleben und wie der Artenreichtum von Ökosystemen weltweit verteilt ist. Die Ökologie der Artengemeinschaften (community ecology) beschäftigt sich mit den Interaktionen zwischen Arten in einem Ökosystem. Die Makroökologie untersucht großräumige Muster der biologischen Vielfalt, z.B. den Einfluss von  klimatischen Faktoren auf den Artenreichtum. Gewonnenes Wissen aus beiden Disziplinen ist relevant für den Naturschutz, etwa für den Erhalt von Ökosystemfunktionen wie der Samenausbreitung durch Tiere oder für den Schutz bedrohter Arten. Im Modul werden durch eine einführende Vorlesung die Grundlagen dieser Disziplinen sowie ihre Anwendungen im Naturschutz vermittelt. In einem zweiwöchigen Statistikpraktikum wird die Planung und Auswertung ökologischer Projekte erlernt. In einem Freilandteil untersuchen die TeilnehmerInnen, wie sich die Interaktionen zwischen fruchtfressenden Vögeln und Fruchtpflanzen entlang eines Landnutzungsgradienten verändern. Im Makroökologie-Praktikum wird am Beispiel der Vögel Afrikas untersucht, welche Faktoren den Artenreichtum beeinflussen und wie die Diversität der Vögel mit evolutionären  Prozessen zusammenhängt. Das Modul beinhaltet moderne Anwendungen für den Naturschutz, z.B. die Effekte menschlicher Landnutzung auf die Funktionalität von Ökosystemen und die Modellierung von Verbreitungsgebieten unter zukünftigen Klimaszenarien. Die TeilnehmerInnen erhalten außerdem Einblicke in die aktuelle Arbeit unserer internationalen Forschungsgruppe am BiK-F.

Semesterlage des Moduls - zweite Hälfte des Sommersemesters

Anzahl der verfügbaren Plätze - 10

Besonderheiten - Das Modul wird in Absprache mit den Studierenden ganz oder teilweise auf Englisch durchgeführt. Der einwöchige Freilandteil wird außerhalb Frankfurts durchgeführt (meist Ende Juni / Anfang Juli).

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