Symbiosen der Pflanzen

Prof. Dr. Marco Thines, thines@bio.uni-frankfurt.de, Telefon 069 7542 1833
Dr. Sabine Telle, sabine.telle@senckenberg.de, Telefon 069 7542 1834

Informationen zum Modul

Nahezu alle Pflanzen der Erde leben mit anderen Organismen in Symbiose. Dabei kann die Ausprägung dieser Symbiosen sehr stark variieren und reicht von Symbiosen mit beiderseitigem Nutzen bis hin zu Parasitismus. Allen Symbiosen ist jedoch gemein, dass die beteiligten Organismen direkt miteinander interagieren und sich in ihrer Evolution wechselseitig beeinflussen. Damit gehören symbiontische Interaktionen zu den wichtigsten Triebfedern der Evolution und sind essentiell für die Stabilität von Ökosystemen. Wirt-Pathogen Interaktionen spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle, da sie das Vorkommen von Wirten begrenzen können. In der Landwirtschaft verursachen Pathogene jedoch erhebliche Schäden, insbesondere, da hier evolutive Mechanismen nichtgreifen, die in natürlichen Systemen regulierend wirken. Im Rahmen des Moduls werden die verschiedenen Aspekte der Evolution von Symbiosen der Pflanzen beleuchtet und durch Projektarbeiten vertieft. Diese Projekte werden in Kleingruppen auf einer Exkursion in das europäische Ausland und später in einem modernen molekularbiologischen Labor durchgeführt. Dabei erhalten die Modulteilnehmenden Einblicke in Hypothesenentwicklung, problemlösungsorientiertes Versuchsdesign und wissenschaftliches Arbeiten. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Thines, die an der Durchführung des Moduls beteiligt ist, ist ein junges, internationales und sympathisches Team, das verschiedene grundlegende und angewandte Aspekte der Wirt-Pathogen Koevolution erforscht, von ökologischen Fragestellungen bis hin zur Genomevolution und ihren molekulargenetischen Mechanismen.

Semesterlage des Moduls – Zweite Hälfte des Sommersemesters.

Anzahl der verfügbaren Plätze – 10.

Besonderheiten – Das Modul kann in Absprache mit den Studierenden ganz oder teilweise auf Englisch durchgeführt werden. Es können gegebenenfalls Versuche der gentechnischen Sicherheitsstufe S1 durchgeführt werden.

Homepage des Arbeitskreises