Lehrstuhlinhaber

Portrait G. Wassilowsky (08-2016) - sw - Hintergrund verschwommen

Prof. Dr. Günther Wassilowsky

E-Mail: wassilowsky@em.uni-frankfurt.de

Sprechzeit: Forschungssemester

Büro: NG 2.713

Telefon: 069 / 798 - 33324

​Lehrstuhlvertretung

Rifeser.CV.Homepage.Bild

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Foto Wieland Barbara

Dr. Barbara Wieland

Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg

Telefon: 069/798-32934

Fax: 069/798-33354

E-Mail: b.wieland@em.uni-frankfurt.de

zamagni

PD Gianmaria Zamagni

E-Mail: zamagni@em.uni-frankfurt.de

Raum: NG 2.716

Sprechzeit: nach Vereinbarung

Melanie Wurst

E-Mail: wurst@em.uni-frankfurt.de

Raum: NG 2.716

Sprechzeit: nach Vereinbarung

Kevin Hecken M.A.

E-Mail: hecken@em.uni-frankfurt.de

Raum: LBIH 200 (Campus Westend)

Stefan Schöch Mag. theol.

E-Mail: schoech@em.uni.frankfurt.de

Raum: LBIH 202a (Campus Westend)

Dr. Maria Teresia Fattori

DFG-Projekt "Provinzialsynoden"

E-Mail: wird noch bekanntgegeben

Raum: wird noch bekanntgegeben

Sekretariat

Selina Roßgardt M.A.

Telefon: 069 / 798 33329

E-Mail: rossgardt@em.uni-frankfurt.de

Büro: NG 2.718

Sprechzeiten: Mo - Do 9:30 - 16:00 Uhr

Aufgaben: Sekretariat Prof. Dr. Schreijäck,
Prof. Dr. Wassilowsky

Studentische Hilfskräfte

Julian Reibling

Tutorium Proseminar Kirchengeschichte

E-Mail: hiwi.kg.frankfurt@gmail.com

Raum: LBIH 215 (Campus Westend)

Luisa Simon

E-Mail: hiwi.kg.frankfurt@gmail.com

Raum: LBIH 215 (Campus Westend)

Julia Horn

E-Mail: hiwi.kg.frankfurt@gmail.com

Raum: LBIH 215 (Campus Westend)

Fachprofil - Forschungsschwerpunkte - Projekte

Das Fach Kirchengeschichte ist eine mit den Methoden der allgemeinen Geschichtswissenschaft arbeitende Disziplin, die sich mit der Geschichte der christlichen Religion und der christlichen Kirchen von den Anfängen bis in die Gegenwart beschäftigt. Auf der Basis einer methodisch geleiteten Analyse von historischen Quellen will sie in erster Linie verstehen, wie Menschen unter Berufung auf christliche Traditionen und eigene Glaubenserfahrungen in den unterschiedlichen Epochen ihre Vorstellungen von Gott entwickelt, ihr Verhältnis zur Welt praktiziert und in welch individuellen und kollektiven Formen sie ihre religiösen Deutungen gelebt, ausgedrückt, sozial verfasst haben.

Kirchengeschichte an konfessionell geprägten Fakultäten und Fachbereichen ist gleichzeitlich eine Teildisziplin der Wissenschaft der Theologie insgesamt. Das darf ihre Verpflichtung, ausschließlich nach der historisch-kritischen Methode vorzugehen, in keiner Weise einschränken. Ihr theologisches Profil erhält die Disziplin Kirchengeschichte dadurch, dass sich die Themen, Gegenstände, Problemorientierungen und die konkreten Fragen, die sie an die Geschichte richtet, ganz wesentlich aus dem Kommunikationszusammenhang mit den anderen theologischen Fächern und im Blick auf die Problemlagen der Kirche der Gegenwart ergeben. 

Innerhalb der Theologie und des Theologiestudiums fördert die Kirchengeschichte ein Bewusstsein für die Vielfalt und Wandlungsdynamik kirchlicher Traditionsbestände – und leistet gerade dadurch einen Beitrag zu einer pluralitätsfähigen christlichen Identitätsbildung. Als hermeneutische Wissenschaft versucht Kirchengeschichte insbesondere das „Fremde“ in der Geschichte zu verstehen. Als kritische Wissenschaft sensibilisiert sie für die Anfälligkeit auch der christlichen Religion für Gewalt und Diskriminierung. Und mit alledem delegitimiert Kirchengeschichte jede Form von falscher Absolutsetzung und religiösem Fundamentalismus in der Gegenwart.

An der Frankfurter Professur wird versucht, unter dem Stichwort „Kirchengeschichte als Symbolgeschichte“ das Fach genuin kulturwissenschaftlich auszurichten. Im Zentrum vieler Arbeiten stehen deswegen die symbolischen Praktiken, Rituale, Inszenierungen und Mythen historischer Akteure. Aber nicht nur offensichtliche Symbolhandlungen werden hinsichtlich ihrer Bedeutung, Deutung und Geschichtsmächtigkeit untersucht. Ausgehend von der These, dass jede menschliche Handlung immer auch eine symbolische Dimension aufweist und solch symbolisches Handeln fundamental strukturbildend wirkt, soll ganz grundsätzlich eine neue Form kirchlicher Institutionengeschichte geschrieben werden und klassische kirchenhistorische Gegenstände sollen mit den Analyseinstrumentarien der Kulturgeschichte auf neue Weise bearbeitet werden. 

Bislang wird diese Art von „Kirchengeschichte als Symbolgeschichte“ auf folgenden vier Forschungsfeldern erprobt:

  • Geschichte des Papsttums und Roms in Renaissance und Früher Neuzeit – Inszenierungen, Zeremonien, Rituale, Bildpraktiken, theologische Normen
  • Ereignis- und Wirkungsgeschichte des Konzils von Trient (1545-63) und des II. Vatikanischen Konzils (1962-65) – Konzilien als performative Handlungsräume
  • Kirchliche Personal- und Sachentscheidungen – Symbolizität technischer Verfahren
  • Katholische Konfessionskultur – Symbolverständnisse und Ritualpraktiken

Aktuelles Buchprojekt von Günther Wassilowsky:

  • Religion im Rom der Renaissance

Zwei wichtige wissenschaftliche Reihen werden an der Professur (mit-)herausgegeben:

  • Päpste und Papsttum (Anton Hiersemann Verlag, Stuttgart)
  • Reformationsgeschichtliche Studien und Texte (Aschendorff Verlag Münster)

Diesbzgl. Anfragen richten Sie bitte direkt an Prof. Dr. Günther Wassilowsky.

Im Lehrangebot der Professur spiegeln sich sowohl das dargestellte Fachverständnis wie die genannten Forschungsfelder wider. Auch wenn der zeitliche Schwerpunkt bei den Forschungsprojekten auf Spätmittelalter und Früher Neuzeit liegt, werden regelmäßig Lehrveranstaltungen zu allen Epochen der Kirchengeschichte angeboten.

Vorlesung

Christentum in Antike und Mittelalter

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser

Do., 08–10 Uhr, Hörsaalzentrum HZ 8

Die Vorlesung vermittelt einen problemorientierten Überblick über die Geschichte des Christentums von seinen Anfängen im Kontext der griechisch-römischen Kultur, über die Entwicklung zur Staats- und Weltreligion, über die großen hochmittelalterlichen Konflikte zwischen Papsttum und Kaisertum bis hin zu den Reformbewegungen des Spätmittelalters. Neben der Geschichte kirchlicher Institutionen und Ämter geht es insbesondere um die Lehrentwicklung auf den ökumenischen Konzilien, um die Haltung der Kirche gegenüber christlichen Heterodoxien und anderen Religionen und um die vielfältigen Formen antiker und mittelalterlicher Frömmigkeit.

Literatur:

  • Ernst Dassmann, Kirchengeschichte (Bde. 1 u. 2,1/2), Stuttgart 1996-2000.
  • Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, München 2006.
  • Karl Suso Frank, Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche, Paderborn 2002 (3. Aufl.).
  • Arnold Angenendt, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900, Stuttgart 2001 (3. Aufl.).
  • Arnold Angenendt, Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 2000 (2. Aufl.).

Vorlesung

Konzil und Papst. Kirchengeschichte in Neuzeit und Moderne

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser

Di., 08–10 Uhr, Hörsaalzentrum HZ 14

Die Lehrveranstaltung schließt chronologisch und thematisch an die Vorlesung „Christentum in Antike und Mittelalter“ an und bietet einen Überblick über die Kirchengeschichte vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zentrale Themen werden sein: Geschichte von Reformation, Katholischer Reform und Gegenreformation – Konzil von Trient – Konfessionalisierung Europas – posttridentinisches Papsttum – frühneuzeitliche Reichskirche – Josephinismus, katholische Aufklärung und Romantik – Konfliktgeschichte von Kirche und Staat im 19. Jahrhundert – Liberalismus, Ultramontanismus und I. Vatikanum – Modernismuskrise – Kirche und Nationalsozialismus – moderner Katholizismus und II. Vatikanum.

Literatur:

  • Heribert Smolinsky, Kirchengeschichte der Neuzeit I, Düsseldorf 1997.
  • Klaus Schatz, Kirchengeschichte der Neuzeit II, Düsseldorf 1997.
  • Hubert Wolf u.a. (Hgg.), Ökumenische Kirchengeschichte (Bd. 3: Von der Französischen Revolution bis 1989), Darmstadt 2007.
  • Jean-Marie Mayeur / Heribert Smolinsky u.a. (Hgg.), Geschichte des Christentums (Bde. 8-13). Religion, Politik, Kultur, Freiburg i.Br. 1995-2002.
  • Ronny Po-Chia Hsia / Hugh McLeod u.a. (Hgg.), The Cambridge History of Christianity (Bde. 6-9), Cambridge 2006-2007.

Proseminar

Kirchengeschichte als Konziliengeschichte. Konstanten und Modelle in Vorbereitung, Entwicklung und Rezeption

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser / Dr. phil. Gianmaria Zamagni

Do., 18.04.-13.06. (nicht am 25.04.), 10-12 Uhr, Seminarhaus SH 4.101

Do., 02.05., 12-14 Uhr, Seminarhaus SH 3.103

Do., 13.05., 12-14 Uhr, Seminarhaus SH 0.101

Mi., 29.05., 10-12 Uhr, Seminarhaus SH 3.101

Do., 06.06., 12-14 Uhr, Seminarhaus SH 0.101

Fr., 21.06., 10-12 Uhr, Seminarhaus SH 4.106

Wenige Momente sind in der Geschichte der Kirche so bedeutsam wie die Durchführung eines Konzils. Seit Jahrhunderten hat die katholische Kirche in diesen allgemeinen Versammlungen theologische bzw. kirchliche Fragen und Probleme diskutiert und in Angriff genommen. Die kritische Analyse und Diskussion dogmatischer, narrativer, pastoraler Quellen werden nicht nur eine Einführung in die Methoden der Kirchengeschichte ermöglichen, sondern auch entscheidende Aspekte der Konzilien von Trient, Vatikanum I (das 2019 sein 150. Jubiläum feiert) und Vatikanum II als prominente Etappen einer institutionellen Geschichte erläutern, die auch für die symbolische Selbstdarstellung der Kirche in der jeweils zeitgenössischen Welt von großer Bedeutung sind.

Literatur:

  • Christoph Markschies, Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen, Mohr Siebeck, 1995.
  • Lenelotte Möller / Hans Ammerich, Einführung in das Studium der Kirchengeschichte, Darmstadt, WBG, 2014.
  • Klaus Schatz, Allgemeine Konzilien. Brennpunkt der Kirchengeschichte, Paderborn, Schöningh, 2008.

Seminar

Der Sündenfall und die Strafe – die von Gott gegebene Freiheit?

Prof. Dr. Matthias Th. Kloft

Mo., 16–18 Uhr, Seminarhaus SH 1.101

Die Geschichte von Adam und Eva, die mit dem Pflücken der verbotenen Frucht die Sünde in die Welt gebracht haben, steht im Zusammenhang mit allen mittelalterlichen Überlegungen zur Willensfreiheit. In der Theologie von Gregors des Großen Moralia bis zu Luthers Gnadenlehre wird die Frage der Freiheit vor Gott - der Freiheit zwischen Gut und Böse immer wieder diskutiert und findet ihren Niederschlag in der politischen Theorie und dem Menschen- und Kirchenbild der Zeit. Das Seminar wird mit Texten der wichtigsten Autoren dieser Diskussion um die menschliche Freiheit nachspüren und deren Bedeutung für die jeweilige Zeitgeschichte aufzeigen.

Literatur:

  • Angenendt, Arnold: Geschichte der Religiosität im Mittelalter, 4. Aufl., Darmstadt 2009.
  • Stürner, Wolfgang: Peccatum et potestas. Der Sündenfall und die Entstehung der herrscherlichen Gewalt, Stuttgart 1987.

 

Forschungskolloquium

Prof. Dr. Günther Wassilowsky

Termin und Ort nach Vereinbarung.

Das Forschungskolloquium richtet sich in erster Linie an HabilitandInnen, DoktorandInnen, Master- und BachelorkandidatInnen, die eine Arbeit im Fach Kirchengeschichte erstellen. Gegenstand sind die jeweiligen Arbeitsprojekte, aber auch aktuelle Forschungsdebatten und -trends und neue facheinschlägige Publikationen. Eine persönliche Einladung bzw. Anmeldung ist erforderlich.

Geschichte der Papstwahl: Normen, Diskurse, Praktiken(Modultitel: Glaube und Geschichte)

 Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser / Kevin Hecken / Stefan Schöch

Proseminar

Beginn: 18.10.2018

wöchentlich

Do, 14:00 - 16:00 Uhr,

IG-Nebengebäude NG 311

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 4 für L1, Modul 2 für L2, L3, L5; Gasthörer,

BA Katholische Theologie HF Modul 4, NF Modul 2

Prüfungsform: L 1, L 2/5: Klausur (60 Minuten)

L3: Teilnahmeschein,

BA: Referat mit Ausarbeitung

 

Kommentar

Wenn ein Papst stirbt oder zurücktritt, gerät auch heute noch das 
Geschehen hinter den verschlossenen Toren des Konklaves in das 
Blickfeld einer breiteren Öffentlichkeit. Die gekonnte Inszenierung des obersten kirchlichen Wahlentscheides, der von einer Reihe von Riten, Klischees und Geheimnissen geprägt wird, ist das Ergebnis einer langen 
und wechselhaften Geschichte der Besetzung des römischen 
Bischofsstuhls. Normative Texte, Protokolle, aber auch inoffizielle 
Akten und Legenden geben Einblicke in dieses prominente und 
paradigmatische Thema der Kirchengeschichte.
Anhand aktueller Forschungsarbeiten sollen im Seminar die vielen Dimensionen (Verfahrensform, Amtslegitimation und Semantik) der Papstwahl kritisch 
erarbeitet werden und mit ausgewählten Quellen und Fragestellungen 
methodisch an das kirchenhistorische Arbeiten herangeführt werden.

Das Proseminar dient gleichzeitig der Einführung in kirchengeschichtlich methodisches Arbeiten.

Zum Proseminar wird ein Tutorium angeboten. Die Termine werden zu Beginn des Seminars bekanntgegeben.

Literatur

Christoph Markschies: Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen 1995.

Lenelotte Möller / Hans Ammerich: Einführung in das Studium der Kirchengeschichte, Darmstadt 2014.

TUT zum PS Geschichte der Papstwahl: Normen, Diskurse, Praktiken (Modultitel: Glaube und Geschichte)

Julian Reibling

Tutorium

Einzeltermine

siehe im LSF

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 4 für L1, Modul 2 für L2, L3, L5;

BA Katholische Theologie HF Modul 4,

BA Katholische Theologie NF Modul 2

Katholische Frömmigkeitskultur in der Frühen Neuzeit

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser

Seminar

Beginn: 17.10.2018

wöchentlich

Mi, 18:00 - 20:00 Uhr

IG-Nebengebäude NG 1.731

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 7b und 8b für  L3;

BA Katholische Theologie: HF Modul 9b

BA-Religionswissenschaft: BA-RW 008

Prüfungsform: Referat und Hausarbeit

Kommentar

Wir beschäftigen uns im Seminar mit der katholischen Frömmigkeitskultur, d. h. mit jenen Symbolen, Normen, Idealen und kollektiven sowie individuellen Prozessen, die zur Konstituierung und zur Stärkung des Lebens und Glaubens des frühneuzeitlichen Menschen, also seiner Kultur, führten. Wesentliche Seminarthemen sind: die Charakteristika der frühneuzeitlichen Frömmigkeit (Jesus, Maria, Heilige), Mystik, Lebensmodelle und Handlungsspielräume frühneuzeitlicher Frauen, (religiöse) Bildung und Erziehung sowie das gesellschaftliche Engagement vonseiten der Orden und Kongregationen. Intendiert ist aufzuzeigen und gemeinsam zu erarbeiten, dass und inwiefern Frömmigkeit eine Grundkonstante im Leben frühneuzeitlicher Männer und Frauen war, die sie befähigte, ihre Entfaltungsmöglichkeiten zu erkennen und auszuloten.

Literatur

Günther Wassilowsky, Das Konzil von Trient und die katholische Konfessionskultur. Zur Einführung, in: Peter Walter / Günther Wassilowsky (Hgg.), Das Konzil von Trient und die katholische Konfessionskultur (1563-2013). Wissenschaftliches Symposium aus Anlass des 450. Jahrestages des Abschlusses des Konzils von Trient, Freiburg im Breisgau, 18.-21. September 2013, Aschendorff 2016 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 163), S. 1-29.

Anne Conrad, Der Katholizismus, in: Kaspar von Greyerz / Anne Conrad (Hgg.), Handbuch der Religionsgeschichte im deutschsprachigen Raum. Bd. IV: 1650-1750. Zeitalter des Konfessionalismus, Schöningh 2012, S. 17-142.

Weitere Literatur wird im Seminar genannt.

   

Christentum in Antike und Mittelalter

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser

Vorlesung

Beginn: 16.10.2018

wöchentlich

Di, 08:00 - 10:00 Uhr

Hörsaalzentrum HZ 14

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 2 für L3; Schein, Gasthörer.

BA Katholische Theologie: HF Modul 4.

BA-Religionswissenschaft: BA-RW 008.

Prüfungsform: schriftlich, Klausur (60 min.)

 

Kommentar

Die Vorlesung vermittelt einen problemorientierten Überblick über die Geschichte des Christentums von seinen Anfängen im Kontext der griechisch-römischen Kultur, über die Entwicklung zur Staats- und Weltreligion, über die großen hochmittelalterlichen Konflikte zwischen Papsttum und Kaisertum bis hin zu den Reformbewegungen des Spätmittelalters. Neben der Geschichte kirchlicher Institutionen und Ämter geht es insbesondere um die Lehrentwicklung auf den ökumenischen Konzilien, um die Haltung der Kirche gegenüber christlichen Heterodoxien und anderen Religionen und um die vielfältigen Formen antiker und mittelalterlicher Frömmigkeit.

Literatur

Ernst Dassmann, Kirchengeschichte (Bde. 1 u. 2,1/2), Stuttgart 1996-2000.

Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, München 2006.

Karl Suso Frank, Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche, Paderborn 2002 (3. Aufl.).

Arnold Angenendt, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900, Stuttgart 2001 (3. Aufl.).

Arnold Angenendt, Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 2000 (2. Aufl.).

Konzil und Papst. Kirchengeschichte in Neuzeit und Moderne

Sr. Dr. theol. Anna Elisabeth Rifeser

Vorlesung

Beginn: 18.10.2018

wöchentlich

Do, 08:00 - 10:00 Uhr

Hörsaalzentrum HZ 08

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 6 für L2, L3, L5. Gasthörer.

BA Katholische Theologie: HF Modul 10, NF Modul 4.

BA-Religionswissenschaft BA - RW: 003 A, BA - RW: -008.

Prüfungsform: schriftlich, Klausur (60 min.)

 

Kommentar

Die Lehrveranstaltung schließt chronologisch und thematisch an die Vorlesung „Christentum in Antike und Mittelalter“ an und bietet einen Überblick über die Kirchengeschichte vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zentrale Themen werden sein: Geschichte von Reformation, Katholischer Reform und Gegenreformation – Konzil von Trient – Konfessionalisierung Europas – posttridentinisches Papsttum – frühneuzeitliche Reichskirche – Josephinismus, katholische Aufklärung und Romantik – Konfliktgeschichte von Kirche und Staat im 19. Jahrhundert – Liberalismus, Ultramontanismus und I. Vatikanum – Modernismuskrise – Kirche und Nationalsozialismus – moderner Katholizismus und II. Vatikanum.

Literatur

Heribert Smolinsky, Kirchengeschichte der Neuzeit I, Düsseldorf 1997.

Klaus Schatz, Kirchengeschichte der Neuzeit II, Düsseldorf 1997.

Hubert Wolf u.a. (Hgg.), Ökumenische Kirchengeschichte (Bd. 3: Von der Französischen Revolution bis 1989), Darmstadt 2007.

Jean-Marie Mayeur / Heribert Smolinsky u.a. (Hgg.), Geschichte des Christentums (Bde. 8-13). Religion, Politik, Kultur, Freiburg i.Br. 1995-2002.

Ronny Po-Chia Hsia / Hugh McLeod u.a. (Hgg.), The Cambridge History of Christianity (Bde. 6-9), Cambridge 2006-2007.

Geordnetes Leben nach der Regel gegen die Unordnung der Welt

Prof. Dr. Matthias Th. Kloft

Seminar

Beginn: 15.10.2018

Wöchentlich

Mo, 16:00 - 18:00 Uhr

Leistungsnachweis

Modulzuordnung Lehramt: Modul 8b für L3

BA-Religionswissenschaft: BA-RW 008

Seminarhaus - SH 5.105

Kommentar

Benedikt von Nursia wirft falschen Mönchen vor, dass sie in ihren Werken der Welt nach wie vor die Treue halten. Der Gegenentwurf ist ein Leben nach der Ordensregel außerhalb der chaotisch-teuflischen Welt. Der Unordnung des zusammenfallenden Römerreiches stellten die Mönchsväter und Frauengemeinschaften der Spätantike von Antonius bis Benedikt einen Lebensentwurf der zeitlichen und lebensmäßigen Ordnung vor, der in seiner Zeitenteilung und Lebensplanung über das Mittelalter bis in unsere Zeit wirkt. Das Seminar wird mit den Texten der Zeit diese Entwicklung im ersten Jahrtausend nachzeichnen.

 

Literatur

Angenendt, Arnold: Das Frühmittelalter, 3. Aufl., Stuttgart 2001.

Salzburger Äbtekonferenz/Faust, Ulrich (Hrsg.): Die Benediktusregel – Regula Benedicti, Stuttgart 2009.

 

Forschungskolloquium

Prof. Dr. Günther Wassilowsky

Kolloquium

Ort und Zeit

nach Vereinbarung

Voraussetzung

Auf persönliche Einladung

Kommentar

Eine persönliche

Einladung bzw.

Anmeldung

ist erforderlich. 

Das Forschungskolloquium richtet sich in erster Linie an HabilitandInnen, DoktorandInnen, Master- und Bachelor-kandidatInnen, die eine Arbeit im Fach Kirchengeschichte erstellen. Gegenstand sind die jeweiligen Arbeitsprojekte, aber auch aktuelle Forschungsdebatten und -trends und neue facheinschlägige Publikationen.