Naturschutz

Oliver Tackenberg, tackenberg@bio.uni-frankfurt.de, Telefon - 069 798 42136

Informationen zum Modul

Der Mensch hat die Erde während der letzten 100 Jahre grundlegend verändert. Zerstörung und Fragmentierung von Lebensräumen, Klimawandel und Artensterben sind nur die einige der aktuell diskutierten Prozesse, deren Folgen wir auch heute noch nicht sicher abschätzen können. Die Erhaltung einer funktionsfähigen Umwelt gilt deshalb als eine der wichtigsten Herausforderungen der Menschheit.

In dem Modul werden die biologischen Grundlagen eines wissenschaftlichen Naturschutzes vermittelt. Im Rahmen von Vorlesung und Seminar wird sowohl auf global wirksame Gefährdungsursachen (z.B. Klimawandel, Neobiota) eingegangen, als auch eine Übersicht der Situation in Mitteleuropa gegeben. Weil Naturschutz nur unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Verhältnisse umgesetzt werden kann, werden auch die (gesetzlichen) Aufgaben und Ziele des Naturschutzes sowie die wichtigsten nationalen und internationalen Vereinbarungen vorgestellt. Die wichtigsten Instrumente bei der Umsetzung von Maßnahmen (z.B. Rote Listen, Artenhilfsprogramme, Schutzgebietsplanung, Biotopverbund) - und die bei ihrer Umsetzung auftretenden Probleme - werden anhand von Beispielen aus der Naturschutzpraxis diskutiert und bewertet.

Im Rahmen des Geländepraktikums wird ein praxisnahes Beispiel zur Biotopkartierung bearbeitet. Dabei können Kenntnisse im Bereich Projektplanung, Kartierungsmethoden, Erstellung von naturschutzfachlichen Gutachten und GIS erworben werden.

Auf einer mehrtägigen Exkursion werden Beispiele aus der Naturschutzpraxis vor Ort besucht und diskutiert und die Artenkenntnis ausgebaut.

Semesterlage des Moduls -  Zweite Hälfe des Sommersemesters

Anzahl der verfügbaren Plätze - 10

Besonderheiten - Für die Teilnahme an der Exkursion ist von jedem Studierenden ein Eigenbetrag zu entrichten; die Exkursion wird in der vorlesungsfreien Zeit angeboten.

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Institut für Ökologie, Evolution und Diversität


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