Molekulare Phylogenie und Evolution der Tiere

Informationen zum Modul

„Nothing in Evolutionary Biology makes sense except in the light of phylogenetics“.

Die Kenntnis der Phylogenese (Stammesgeschichte) der Organismen bildet die Grundlage, um Diversifikationsmuster zu verstehen und die zugrunde liegenden evolutionären Prozesse erklären zu können. Somit stellt die Phylogenetische Systematik eine fundamentale Disziplin der Evolutionsforschung dar. Heute stehen uns unzählige methodische Ansätze zur Verfügung, um Phylogenese zu rekonstruieren. Auch werden die zugrunde liegenden Daten immer komplexer. Im Rahmen dieses Moduls werden Aspekte der Phylogenetik in Theorie und Praxis vermittelt. In forschungsnahen Praktika in Kleingruppen werden sowohl die Erhebung verschiedener Datensätze (morphologische und molekulare) im Labor erlernt als auch die computer-basierte Auswertung der Daten und die Phylogenie-Rekonstruktion vermittelt. In jedem Gruppenprojekt wird anhand von Modelltaxa aus der Gruppe der Mollusken eine konkrete innovative Fragestellung bearbeitet, z. B.: Wann fand der Landgang der Lungenschnecken statt? Wo lebte der Vorfahre der Küstenschnecken? Gibt es eine Korrelation zwischen erdgeschichtlichem Klimawandel und der Diversifikation der Zwerghornschnecken? Neben der Vermittlung des fachlichen Wissens erwerben die Modulteilnehmenden allgemeine Kompetenzen wie problemlösungsorientiertes Denken, Hypothesenbildung und experimentelles Design. Ein kritischer Umgang mit Datenerhebung, Datenbewertung und Datenauswertung wird gefördert.

Semesterlage des Moduls – 2. Hälfte des Wintersemesters

Anzahl der verfügbaren Plätze - 10

Besonderheiten – Das Modul kann in Absprache mit den Teilnehmenden ganz oder teilweise in englischer Sprache durchgeführt werden.

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